CRM-Systeme: Autobranche ist nicht reif für Eigenlösungen

Individualanwendungen für das Customer Relationship Management (CRM) können auch heutzutage Sinn machen. Allerdings trifft diese Aussage bei Automobil- und Mobilitätsunternehmen derzeit wohl nur auf eine Minderheit zu. Denn die meisten setzen noch zu sehr auf ihre alten Geschäftsmodelle.

Die Debatte wird in der IT-Welt seit Jahrzehnten geführt und schien inzwischen weitgehend beendet zu sein: Sind Individual- oder Standardsoftware die bessere Lösung? Wie bei vielen Anwendungen hatten sich auch beim CRM in den vergangenen 20 Jahren immer häufiger die Systeme von der Stange durchgesetzt. Doch im vergangenen Jahr ließen zwei Unternehmen aufhorchen: Der Mobilitätsanbieter Lyft hat sein CRM selbst entwickelt, interne Mails von Tesla deuten darauf hin, dass der Elektroautobauer konkret darüber nachdenkt, seine CRM-Anwendung von Salesforce durch eine Eigenlösung zu ersetzen. Seitens Tesla ist das allerdings nie offiziell bestätigt worden. Doch inwiefern ist das womöglich ein neuer Trend?

„Komplette Eigenentwicklungen setzen den unbedingten Willen zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb, eine dauerhaft ausgelegte IT-Strategie, eine konsequente Umsetzung sowie die Unterstützung des Top-Managements voraus.“ Umsetzbar sei das daher „vermutlich eher selten und nur in sehr softwareentwicklungsnahen Unternehmen“…